Kinderwunschtagebuch – 9. Monat und Geburt der Zwillinge

Der letzte Eintrag endete im achten Monat. Die Zwillinge sind geplant bei 37+4 SSW auf die Welt gekommen. 

In den Wochen von der 32 – 37 SSW war mit den babies in der Vorsorge immer Alles ok. Einmal hat mein Eisenwert nicht gestimmt und war zu niedrig und einmal war der Urin nicht Inordnung. Ansonsten hatte ich weder mit Blutdruck, noch mit übermäßiger Zunahme zu kämpfen – allerdings mit jeder Menge körperlichen Wehwechen

  • die Symphyse: Ich konnte mein rechtes Bein nicht mehr alleine in das Auto heben oder länger stehen.
  • der Rücken: Ich wusste nicht mehr wie ich schlafen sollte. Auf dem Rücken ging gar nicht, auf der Seite nur schlecht und umdrehen – nun ja, habe mich gefühlt wie ein Wal und mir immer ein Griff über dem Bett, wie im KH, gewünscht.
  • Sodbrennen: puh also ich habe Milch, Senf und sämtliche Naturmittel probiert und selbst die aus der Apotheke haben nicht mehr geholfen
  • Lage vom Kleinen: Mein junior lag in Beckenendlage, also mit den Füßen nach unten. Er hat mir immer schön auf den Muttermund getreten und das tat schon immer ganz schön weh
  • Essen und trinen: Mir war zwar nicht schlecht aber dadurch das der Magen so sehr nach oben gerutscht war, war Essen nicht wirklich ein Spaß
  • der Bauch: Eine Woche vor Entbindung hatte ich einen Bauchumfang von sage und schreibe 1,35 m. Ich bin 1,63 m groß. Der Bauch war immer im Weg, ich bin überall angestoßen und war mega schwer. Lange laufen war nicht mehr möglich. Kurzatmig war ixh natürlich auch. 

Mein Ziel war es immer bis 37+0 SSW zu kommen, weil ich keine Frühchen haben wollte. 

Zu Letzt war ich wöchentlich bei der Vorsorge. Der Arzt hat immer auch vaginal geschallt und den Gebärmutterhals vermessen. Auch Dieser lag kurz vor Entbindung bei knappen 3 mm. Ich habe noch den letzten Nachsorge Termin wahrgenommen aber dann wollte ich so schnell keinen Frauenarzt mehr sehen.

Die letzten drei Wochen hat der doc meine Kleene immer mit 2.300 Gramm vermessen. Er hat sich keine Sorgen gemacht aber ich schon. Als das Krankenhaus nach der Anmeldeuntersuchung dann 37+4 SSW für den Kaiserschnitt vorgeschlagen hat, habe ich zugestimmt.

Die Kinder wären bestimmt noch länger im Bauch geblieben aber meine Intuition sagte mir, es ist an der Zeit. Eine sectio war geplant, weil der junior in Beckenendlage lag und ich bereits einen Kaiserschnitt hatte.

Die Geburt

Ich war sehr nervös.Ich hatte Angst die Kinder nicht mit auf das Zimmer zu bekommen und war gespannt, ob die Kleene auch wirklich ein Mädchen ist. Sie hatte sich nur einmal gezeigt. Außerdem waren wir angespannt, ob sie auch wirklich gesund ist.

Nach dem CTG ging es dann also in den Kreißsaal. Dort kam die Narkoseärztin, um mir die Spinale zu setzen. Aufgrund meines Übergewichtes und des riesen Bauches, war es aber scheinbar nicht einfach. Nach 6 Versuchen holte sie eine andere Ärztin. Diese stocherte ebenfalls im Rücken rum und bei Versuch Nr 6 saß sie dann endlich. Ich habe die ganze Zeit gehofft, bitte keine Vollnarkose.

Dann kam mein Mann dazu und es ging los. Prompt wurde mir schlecht, was ich auch direkt sagte. Das wurde dann besser und dann war er da, der erste Schrei von meinem Sohn. Dieser wurde mir kurz gezeigt und dann kam meine Tochter. Auch sie hat geschrien. Mein Mann wurde zur Erstversorgung mitgenommen.

Junior kam mit 48 cm und 3140 Gramm auf die Welt. Mausi hatte 47 cm und zarte 2240 Gramm. Beide kerngesund.

Leider wurden zunächst Beide auf Intensiv verlegt, unser Sohn kam dann aber nach vielem hin und her zu und auf das Zimmer. Die Maus haben sie bis Sonntag in der Klinik behalten, da sie 1 kg leichter war (heute ist sie größer und wiegt 1 kg mehr).

Nach heutigen Kenntnisstand hätte ich das nicht mehr zugelassen und darauf bestanden, die Kleene zu uns zu holen. Das aber ein anderes Thema. Den Kinder ging es also gut – im Gegensatz zu mir.

Am Abend habe ich mir bereits den Blasenkatheter ziehen lassen und bin bis zum Klo selbst gelaufen. Wirklich jeder Schritt hat dermaßen weh geran, dass ich gedacht habe, es zerreißt mich. Aber ich wusste aus Erfahrung, je mehr Bewegung, desto schneller wird es besser.

Die Nacht konnte ich nicht schlafen, meine Kleene auf Intensiv und ich konnte mich aufgrund der Wundschmerzen nicht umdrehen. In der Nacht bin ich dann mit rasenden Kopfschmerzen wach geworden. Ich habe die Schwester gerufen, weil ich dachte, dass vielleicht der Blutdruck nicht ok ist. War er aber. 

Die Kopfschmerzen hielten an und kamen von der Spinalen. Es ist Hirnwasser im Rückenmark versickert und das hat den Ärzten Sorge gemacht. Der Trop konnte auch nicht durchlaufen, weil meine Hand aufgequollen war.

Nach drei Tagen haben sie mich widerwillig entlassen. Ich bin sofort zu unserem Hausarzt und er hat alle Blockaden sofort lösen können. 

Nun waren wir also dreifache Eltern und die Zwillinge auf der Welt

Tagebucheintrag Nr. 5 – Aktueller Status Ende 8. Monats

Beim letzten Mal habe ich Euch erzählt, wie die Kinderwunschgeschichte weiter ging und das wir direkt mit der 1. ICSI schwanger geworden sind. Die Anfangszeit war nicht leicht – mittlerweile bin ich in der 31 SSW angekommen und toi toi toi im Moment läuft es sehr gut mit den Zwillingen. Um Euch einen Eindruck zu geben, die Beiden sind ca. 1800 Gramm schwer und ca. 43 cm groß. 

Eine Zwillingsschwangerschaft ist mit einem Einling nicht zu vergleichen. Ich habe seit der 16 SSW Probleme mit der Symphyse. Das ist eine Lockerung der Beckenmuskelatur und ihr könnt es daran merken, dass ihr bspw. nicht mehr auf einem Bein ohne Schmerzen stehen könnt. Das heißt langes gehen, aufstehen, im Bett umdrehen oder einfach nur Schuhe anziehen tut schon weh. Mein Frauenarzt hat mir einen Symphysengürtel verschrieben, da ich aber übergewichtig bin, bringt der nur bedingt etwas. Klar wird der Bauch ein wenig entlastet aber er rollt sich und ist dann unangenehm zu tragen.

In meinem Tagebuch werde ich ab sofort ein paar Fragen beantworten, um Euch einen Eindruck davon zu geben, wie es mir mit den Zwillingen so geht. Die Fragen werden sich dann in jedem Blogeintrag wiederholen.

1. In welcher SSW bist Du?

Ich bin jetzt Ende der 31 SSW (30+1 bis 30+6)

2. Wie geht es Dir körperlich? Welche Beschwerden hast Du?

zusammenfassend kann ich sagen:

– Sodbrennen: Eigentlich jeden Tag und ziemlich heftig. Helfen tut mir Milch oder die Magnesiumbrausetablette. Ich nehme kein Rennie oder ähnliches – würde ich nur im absoluten Notfall. 

– Symphyse: Die Schmerzen habe ich beim umdrehen im Bett, aufstehen oder langen gehen. Manchmal brauche ich ewig, um abends die Treppe hoch zu kommen

– Rückenschmerzen: Alle paar Tage ziemlich heftiges ziehen zwischen den Schultern

– Müdigkeit: Besonders am Nachmittag habe ich Phasen wo ich einfach nur schlafen könnte

 

Wie geht es Dir psychisch? Welche Gedanken kreisen im Kopf?

Psyhchisch geht es mir ganz gut. Ich fange bei emotionalen Fernsehberichten mit an zu heulen und mache mir immer mehr Gedanken wie es mit drei Kindern sein wird und denke jeden Tag, hoffentlich halten es die Zwillinge noch lange aus.

Was sagt der Arzt?

Arzt ist derzeit sehr zufrieden, Gebärmutterhals noch bei 4,2 cm und keine Wehen auf dem CTG zu sehen

 

Wie groß und schwer sind die Zwillinge jetzt?

Führende Zwilling: ca. 1800 Gramm und 43 cm

Zwilling 2: ca. 1500 Gramm und 42 cm 

Letzte Anschaffungen?

Fußsack für den Maxi Cosi, bei lidl Fleeceanzüge und Oberteile bestellt

 

Was fehlt noch?

Ich liebäugel noch mit dem Snap N Go Stroller – also ein Wagen wo wir die Maxi Cosis transportieren können. Gibt es aber nur in Amerkika und weiß nicht ob wir den wirklich brauchen. 

Welche Medikamente ich derzeit nehmen muss?

Ich nehme alle paar Tage Magnesium und Eisentabletten. Durchgehend nur Femibion 2

 Ich hoffe ich halte noch weiter durch. Heute Abend ist erstmal Schwangerschaftskurs und Morgen ein neuer Vorsorgetermin. Ich werde weiter berichten.

 

 

Tagebucheintrag Nr 4 – Wie es weiter ging

11. September 2015

 Vorab zur Vorwahrnung, dieser Eintrag wird lang, denn es ist nicht nur viel Zeit vergangen, es ist auch viel passiert. Aber von vorne…

In meinem letzten Beitrag habe ich davon berichtet, dass wir in der Warteschleife sind und dann mit dem Pillenzyklus beginnen können. Gesagt – getan, ich habe dann im Februar 1 Monat die Pille genommen, auch wenn ich mich damit überhaupt nicht wohl fühlte. So viele Hormone schon zu Beginn aber unser Ziel hatten wir ja vor Augen – der Startschuss für das Projekt: ICSI Geschwisterkind.

ICSI Vorbereitungen:

Bevor wir überhaupt mit der Behandlung begonnen, haben mein Mann und ich die Krankenkasse gewechselt. Somit wurden 100% der Kosten übernommen. Mit Behandlungsplan kamen auch die Rezepte aus der Kinderwunschklinik. Nach ein paar Telefonaten, war schnell eine Apotheke gefunden, die eine so genannte Abtretungsvereinbarung mit uns geschlossen hat. Somit hatten wir auch keine Vorabkosten für die Medis, da diese direkt mit der Krankenkasse abrechnen konnte.

 ICSI Start

Als erstes habe ich meine Medikamente geholt und einen ziemlichen Schock bekommen. So viele Spritzen – da wusste ich aber auch noch nicht, dass diese gar nicht reichen sollten.


Kurze Erklärung der Medis:

Gonal F: Stimulation der Follikel, dass genügend Eizellen heranreifen. Das sind die einzelnen Spritzen auf dem 1. Bild – tägliche Gabe – Beginn waren 225 IE (Einheiten). Wir haben bewusst keinen pen genommen, da wir nie wussten ob Alles gespritzt wurde und daher lieber die Spritzen.

 Cetrotide: Verhinderung des Eisprungs – 1 Spritze täglich zum Ende der Stimulationsphase

Brevactid: Spritze zum auslösen des Eisprungs und später zweite Einheit zur Unterstützung der Einnistung

Ich habe also mit 225 IE begonnen und die ersten Tage jeden Morgen mir von meinem Mann die Spritze geben lassen. Nach ein paar Tagen ist ein leichtes Druckgefühl in den Eierstöcken bemerkbar. Während der gesamten Stiumulation musste ich öfter zum Frauenarzt, der geschaut hat wie viele Follikel sich bilden und welche Größe diese erreicht haben. Beim zweiten Ultraschall war er nicht wirklich zufrieden und hat Rücksprache mit der Kinderwunschklinik gehalten. Ich wurde gefragt ob wir abbrechen wollen, denn es sind max. 4 Follikel da und Keiner weiß, ob diese auch Eizellen enthalten. Ich habe kurz überlegt und mir gedacht, nein, ich nehme nicht die ganzen Hormone um abzubrechen. Also weiter machen. Die Einheiten wurden erhöht auf 300 IE, nächste Kontrolle in drei Tagen. Nach drei Tagen waren 5 Follikel zu sehen, wieder Rücksprache, wieder die Frage ob ich abbrechen möchte. Seiner Einschätzung nach werden es max. 3 Eizellen und die müssen auch noch reif sein. Punktion dann nächste Woche. Ich habe wieder gesagt, nein wir machen weiter. Das Gonal F und das Cetrotide hat dann nicht gereicht und ich musste nachordern.

In dieser Zeit habe ich mich immer so gefühlt, als ob Jemand ständig fragt: „Bist Du dir sicher? Möchtest Du wirklich jetzt ein Geschwisterchen?“ Ich habe innerlich immer gewusst, ja – wir machen weiter und egal welche Hürden noch kommen – wir ziehen das durch. Das da noch so einige Hürden kommen – hätten wir niemals gedacht.

Am 12.3.2015 war es dann soweit – die Follikelpunktion. Ich habe mich gegen eine Vollnarkose entschieden und für eine Sedierung. Das bedeutet, dass man teilweise ansprechbar ist und nur einen kurzen Moment einschläft. Hinterher ist man schnell wieder auf den Beinen. Mein Mann durfte dabei sein. Sensationell – es konnten dank der langen Stimulation 8 Eizellen entnommen werden.

Ich habe meinen KIWU Doc noch gefragt wie hoch die Gefahr einer Überstimulation ist und er meinte, bei 8 Eizellen nicht zu erwarten. Von den 8 Eizellen waren alle reif und sechs haben sich befruchten lassen – ein klasse Ergebnis.

Transfertag

Nach Rücksprache mit dem Doc haben wir uns dazu entschieden über 400 Euro selbst zu bezahlen, um die Eizellen zur Blastozyste weiter zu kultivieren, um unsere Chancen zu steigern das es beim ersten Mal direkt klappt. Das bedeutet auch, dass der Transfer erst am 5. Tag nach der Eizellenentnahme statt findet. Normalerweise wird an Tag 3 transferiert. Die Eizellen befinden sich dann im Sechs- oder Achtzellerstadium. Die Weiterkultivierung zur Blastozyste wird hauptsächlich im Ausland angewandt. Es heißt das es nicht jede Eizelle überhaupt bis in das Blastostadium schafft, allerdings habe ich auch gehört, dass es nicht gesagt ist, dass diese Eizelle es im Körper nicht geschafft hätte. Da wir aber die Chancen maximieren wollten haben wir das einfach ausprobiert.


Auf dem Bild sind die Blastozysten zu sehen, die wir zurück erhalten haben. Oben handelt es sich um eine so genannte „expandierte“ – dieses Stadium ist kurz vor dem schlüpfen und einnisten der Eizelle.

Die Untere ist noch nicht ganz so weit und auf dem Bild im Übergang von der Morula zur expandierten Blastozyste.

 Warteschleife:
Nach dem Transfer sind wir wieder nach Hause gefahren – von jetzt an heißt es abwarten und jeden Tag vaginal Utrogest nehmen. Weiterhin wird am nächsten Tag noch die zweite Spritze Brevactid gegeben, um die Einnistung zu unterstützen. Der Bluttest steht dann ca. 10 Tage nach dem Transfer an, bei einem Embryotransfer nach drei Tagen ca. nach 14 Tagen der Bluttest.

In den 10 Tagen ging es mir soweit ganz gut. Allerdings hatte ich bisschen mit Bauchweh zu kämpfen, habe mir dabei aber nix weiter gedacht. Einen Tag vor dem Termin beim Frauenarzt haben wir dann einen Schwangerschaftstest gewagt. Was soll ich sagen – dieser war direkt positiv 🙂 Wir haben uns sooo gefreut.

Beim Frauenarzt wurde mir dann Blut abgenommen und in das Lobor geschickt. Dieses Mal möchte ich unbeingt den HCG Wert wissen, denn die Gefahr von Zwillingen ist bei einem Blastozystentransfer erhöht. Davor hatten mein Mann und ich sehr viel Angst, denn wir wollten immer zwei Kinder und mir selbst schwirrten Gedanken durch den Kopf wie: oh gott mit Zwillingen – dann drei Kinder, was das kostet, ob meine Kaiserschnittnarbe hält, die körperliche Belastung, noch mehr Gewicht (habe ja nicht schon genug usw..). Der Frauenarzt hat dann auch einen Ultraschall gemacht und festgestellt, dass sich sehr viel Wasser gebildet hat, nämlich genau an den Stellen, wo die Follikel abgesaugt wurden. Das ist zum Teil normal, sollte aber nicht ausufern. Dann wird von Überstimulation gesprochen, Wasseransammlung im Bauchraum, Atemenot bis hin zu Lungenproblemen und stationärer KH Aufenthalt. Er wollte mich in einer Woche wieder sehen, vielleicht lässt sich dann eine Fruchthöhle entdecken. Wenn ich durch die FG eines gelernt habe, schwanger sein heißt nicht schwanger bleiben.

 Nach 2 Tagen stand ich erneut auf der Matte. Ich bin ja eher immer überinformiert und habe innerhalb von einigen Tagen mehr als 6 kg zugenommen. Mein Bauch war hart und ich habe schlechter Luft bekommen. Außerdem konnte ich vor Schmerzen kaum laufen. Also erneut Ultraschall – Wasser im Bauchraum. Viel trinken und schonen – mein FA meinte das ist ein sehr sehr gutes Zeichen, dass verschwindet nach einiger Zeit von alleine. Da ich ja wie gesagt immer gut informiert bin wusste ich – Überstimulation! Na toll, also viel Eiweiß essen und trinken, trinken, trinken. Ich wusste aber auch, wenn ich schwanger bin, dann verschwindet das Ganze erst nach der 12. SSW. Egal, wieder eine Hürde – ich will das – wir schaffen das.

 Nach ein paar Tagen habe ich in der Kinderwunschklinik angerufen ob das Blutergebnis vorliegt. Nein, wir melden uns. Am Nachmittag dann der ersehnte Anruf: Herzlichen Glückwunsch, Sie sind schwanger – der HCG liegt bei 300! Wir haben es geschafft! 1. ICSI postiv!

 Ich habe also aufgelegt und gedacht, oha – 300 ist ja schon ein ganz schön hoher Wert, hoffentlich keine Zwillinge.

 Schwangerschaftsverlauf

Da soviel passiert ist – der Schwangerschaftsverlauf bis heute in Stichpunkten bzw. nach Wochen

  6 SSW Fruchthöhle und Dottersack darstellbar

 8 SSW Herzschlag und Embryo ist erkennbar – da ist noch ein zweiter Herzschlag aber kein Embryo und keine Fruchthöhle zu sehen

10 SSW Émbryo zeitgerecht entwickelt – zweiter Herzschlag noch immer da, sehr sehr kleine zweite Fruchthöhle. Stellen Sie sich auf ein Kind ein.

12 SSW Mein Mann und ich beim Doc. Zwei Fruchthöhlen – zwei Herzschläge – eine immernoch sehr viel kleiner – ZWILLINGE!

Mittlerweile ist es auch für uns auf dem Ultraschall erkennbar, da sind tatsächlich zwei. Der Doc macht sich Sorgen, weil er erst drei Fälle in seiner Laufbahn erlebt hat, wo die Fruchthöhlen so unterschiedlich sind. Er klärt uns auf das es Alles und nix heißen kann. Von Trisomie bis der Zweite stirbt während der nächsten Woche oder es geht Alles gut. Nackenfaltenmessung war bei Beiden unauffällig. Überweisung nach Hannover zum Feinultraschall. Mittlerweile mache ich mir sehr viel Sorgen weil wir schon so weit gekommen sind.

15 SSW Feinultraschall in Hannover. Beide Kinder unauffällig, ein baby wesentlich kleiner aber es sind zweieiige Zwillinge, ein Jungeund ein Mädchen. Wir sollen uns keine Sorgen machen – alles gut, hat er öfter nach ICSI. Mir laufen die Tränen vor Freude – wir bekommen tatsächlich Zwillinge.

18 SSW 3 D Ultraschall bei einem anderen Feindiagnostiker auf eigenen Wunsch. Größenunterschied 7 cm aber Beide scheinen gesund zu sein.

24 SSW Erneuter Ultraschall bei dem Feindiagnostiker. Beide ca. gleich groß und in der Norm. Alles ist gut. Zwischendurch Vorsorge beim Frauenarzt. Er meinte wenn er uns jetzt das erste Mal sehen würde, dann würde er denken Zwillinge, alles ok.

 Heute bin ich in der 29 SSW – wie es mir geht und wie die Schwangerschaft weiter verläuft werde ich ab sofort regelmäßig in meinem Blog schreiben. Bis zum heutigen Tag haben wir einiges durchgemacht. Wir freuen uns auf die Beiden sehr und ich hoffe das ich möglichst lange durchhalte. Es ist schon sehr anstrengend geworden und ich habe noch immer viele Ängste vor der Geburt, das ich ins KH muss usw.. Mehr dazu später.

Tagebucheintrag Nr 3 – Warteschleife

Tagebucheintrag Nr. 3 – Warteschleife13. Januar 2015

 

Es sind ja wieder ein paar Tage vergangen, auch der pathologische Befund hat keine Auffälligkeiten ergeben. Somit gibt es keine Ursache – die Natur hat die Schwangerschaft beendet und Keiner hat herausgefunden warum. Auf der einen Seite gibt es mir Hoffnung für eine neue, kommende Schwangerschaft (das Alles gut verläuft)- auf der anderen Seite ist es natürlich einfacher wenn es irgendeine Begründung gibt und gezielt Maßnahmen eingeleitet werden können.

Letzten Freitag haben wir auch ein neues Spermiogramm erstellen lassen. Mein Frauenarzt hat zu uns gesagt, wenn er uns nicht kennen würde, würde er uns zu einer icsi (Befruchtung der Eizelle durch einen Samen durch einen Biologen) raten. Auch eine ivf (Befruchtung im Reagenzglas) ist ausgeschlossen. Somit gibt es auch keine signifikante Verbesserung des Spermiogrammes seit den letzten Jahren. Es ist ein Wunder das ich überhaupt schwanger geworden bin – ein 6er im Lotto sozusagen – unglaublich

Seit Sonntag ist sowohl die Vormilch, als auch der Ausfluss wieder verschwunden. Der Körper hat sich von alleine umgstellt. Heute, ca. 3 Wochen nach der OP stehe ich wohl kurz vorm Eisprung. Ich gehe nach dem Freitagsergebnis nicht davon aus das erneut etwas passieren könnte aber selbst wenn es ein anderes Ergebnis gegeben hätte, dann würden wir es trotzdem darauf anlegen. Auch wir denken das der Körper selbst genau weiß, wann eine Empfängnis und Einistung wieder möglich ist. 

Ich selbst fühle mich ganz wohl und genieße die Zeit mit meinem Kleinen. Ich warte auf meine Periode und dann werde ich mit dem Pillenzyklus beginnen. Ehrlich gesagt könnte ich darauf gut und gerne verzichten aber für die Behandlung ist es wichtig und schafft gute Voraussetzungen. Weiterhin nicht unwichtig ist, auf die Ernährung zu achten, sich viel zu bewegen und gaaanz viel trinken. Besonders während der Behandlungszeit sollte Frau auf 2, besser 3 Liter Wasser am Tag kommen, um eine Überstimmulation der Eierstöcke zu vermeiden. Das alleine fällt mir schon unwahrscheinlich schwer aber es ist ja generell gut viel zu trinken – also fange ich damit doch schon mal an.

Die Tagebucheinträge werde ich regelmäßig schreiben sobald es richtig los geht. Bis dahin gibt es einfach noch nicht viel zu berichten. Warten wir ab was passiert, ich selbst denke schon sehr positiv und freue mich auf die spannende aber auch sehr stressige Zeit. Ich weiß was auf mich zu kommt und wir haben eine Krankenkasse, die 100% der Kosten übernimmt. Damals bei unserem Sohnemann wussten wir: 3 Versuche – jeder Versuch ca. 1500 Euro und der vierte Versuch dann 4.000 Euro minimum. Dieser Stress bleibt uns jetzt erspart und es gibt sogar Krankenkassen, die auch einen vierten Versuch bezahlen. Ich weiß nicht warum aber ich denke wir werden auch unsere drei Versuche nicht brauchen. Außerdem besteht die Möglichkeit der Kyro, also das einfrieren von Eizellen, wenn bei der Punktion genügend gewonnen werden konnten. Diese Versuche zählen nicht für die Krankenkasse, müssen zwar dann selbst bezahlt werden, kosten aber nur einen Bruchteil und sind vor allem viel schonender als die klassische ICSI Behandlung mit Spritzen, Vollnarkose und Transfer. Mehr dazu in einem anderen Beitrag. 

Tagebucheintrag Nr. 2 – Die Zeit danach

7. Januar 2015

Heute war der erste Frauenarzttermin, die Nachkontrolle. Er hat neben der normalen Krebsvorsorge auch einen Ultraschall gemacht. Soweit alles ok, wohl noch ein wenig Restflüssigkeit in der Gebärmutter. Diese wird wohl mit der nächsten Regelblutung abgehen oder vielleicht auch eher. Die Vormilch wird von alleine wieder verschwinden. Natürlich gibt es auch Frauenärzte die direkt Abstilltabletten verschreiben aber meiner ist der Meinung , dass der Körper das zunächst alleine hinbekommen wird. Erst wenn dies nicht passiert, werden wir Tabletten nehmen. Diese Meinung teile ich auch und ich bin froh so einen Arzt zu haben.

Weiterhin haben wir den weiteren Weg unseres Kinderwunsches besprochen. Zunächst werden wir die Regelblutung abwarten, damit der Körper einmal die Gebärmutterschleimhaut abstößt und komplett neu aufbauen kann. Mit dieser Periode werde ich den Pillenzyklus beginnen und mit der Abbruchblutung die Stimmulationsphase der ICSI starten. Somit warten wir jetzt zwei Regelblutungen nach dem Abort,  bis die neue Behandlung beginnt.

Bei der genetischen Untersuchung unseres verlorenen babies ist keine Auffälligkeit gefunden wurden, der pathologische Bericht steht noch aus – aber auch dort wird kein Ergebnis erwartet. Somit wird es keine Begründung für den Spätabort geben und wir hoffen das es in der kommenden Schwangerschaft normal verlaufen wird. Ich persönlich gehe mit gemischten Gefühlen in die Behandlung. Auf der einen Seite freue ich mich auf die bevorstehende Zeit (auch wenn sie sehr stressig werden wird). Auf der anderen Seite habe ich natürlich Ängste vor der Behandlung und einer möglichen Schwangerschaft. Da wir uns aber ein zweites baby wünschen, gibt es nur diesen einen Weg – also muss ich da durch. Bevor das Alles startet, werden wir zur Sicherheit noch ein Spermiogramm machen, auch wenn es unwahrscheinlich ist, dass OAT III nun nicht mehr vorhanden sein soll.

Ein Geschwisterchen für den Großen. Tagebucheintrag Nr. 1 – Unsere Kindewunschgeschichte 2014

06.01.2015

Tagebucheintrag Nr. 1 – Spätabort in der 16 SSW und die Zeit danach

Wir haben bereits einen Sohn. Dieser ist im April 2013 nach der zweiten ICSI Behandlung im Kinderwunschzentrum Bad Münder und in Zusammenarbeit mit meinem wirklich sehr guten Frauenarzt gesund und munter per Kaiserschnitt auf die Welt gekommen. Wir haben eine ICSI Behandlung aufgrund des schlechten Spermiogrammes von meinem Mann machen müssen. Drei Urologen haben uns bestätigt das es keinen anderen Weg geben wird und wir lieber Lotto spielen sollten, als das wir auf normalen Weg Kinder bekommen könnten. Im Oktober 2014 hielt ich dann unerwartet einen positiven Schwangerschaftstest in den Händen. Wir konnten es gar nicht glauben, denn ich hatte bereits seit mind. 1 Woche Schmierblutungen und bin immer davon ausgegangen, dass die Regel bald einsetzten wird – was sie aber nicht tat. Also sind wir zum Frauenarzt zum Ultraschall gefahren. Er sagte zu mir: „Sie sind schwanger aber ich kann noch nicht sagen ob die Schwangerschaft intakt ist.“ Ungläubich sind wir wieder nach Hause gefahren. Drei Wochen vorher hatten wir unsere neu geplante ICSI abgesagt, nachdem wir bereits den Behandlungsplan und erste Rezepte zu Hause hatten. Wir haben uns entschieden noch zu warten bis unser Sohnemann zumindest zwei Jahre alt ist – und jetzt – bin ich spontan schwanger geworden. Unglaublich!

Leider hielt das Glück nur bis zur 15+1 SSW. Bis dahin war im Ultraschall immer alles ok gewesen. Ich selbst habe mir allerdings Sorgen gemacht, denn bei jedem Termin waren wir im Wachstum hinterher. Mal vier Tage, mal sechs Tage und dann wieder vier Tage. Beim Ersttrimesterscreening bei 13+0 SSW hatte das baby eine Größe von 5,7 cm und entsprach somit einem Wert von 12+2 SSW. Unser Frauenarzt fand das unbedenklich, da wir nicht wussten, wann genau ich meine Regel gehabt habe. Generell ging es mir in der Schwangerschaft ganz anders als bei der von unserem Sohnemann. Mir war ständig übel mit erbrechen, Kopfschmerzen, ziehen im Unterleib – besonders schlimm bei ruckartigen Bewegungen und ich hatte das Gefühl das ich körperlich an Grenzen komme. Ich war einfach müde und kaputt. Dazu noch eine Erkältung und in den ersten Wochen bräunlicher Ausfluss (bestimmt über 4 Wochen) und ständig Sorgen das irgendetwas nicht stimmen könnte – vielleicht hatte ich schon unterbewusst eine Vorahnung. Das hat mich alles sehr beunruhigt und nach dem screening sollte unser nächster Termin erst am 07. Januar 2015 sein. Ich weiß nicht warum aber irgendwie habe ich dann versucht einen 3D Ultraschall zu organisieren – zum einen weil ich gehofft habe eine andere Arztmeinung zu bekommen (wegen der Größe) und zum anderen wollten wir Omas und Opas mit dem Geschlecht überraschen. Wie das Leben aber so spielt, gab es vor Weihnachten keine freien Termine mehr. Erst zwischen Weihnachten und Neujahr wieder.  Ich weiß nicht warum aber ich habe mich dagegen entschieden und mir einen weiteren Termin bei meinem Frauenarzt geben lassen – am Samstag, den 20.12.2014.

19.12.2014

An dem Tag ging es mir seit langem wieder schlechter. Seit der 13 SSW hatte ich kaum noch Beschwerden mit Übelkeit und Erbrechen aber an dem Tag war mir wieder schlecht. Am Nachmittag habe ich über meinen Bauch gefasst und gedacht: Komisch, warum ist der wieder so weich wie vorher – ich hatte ja schon ein kleines Babybäuchlein. Abends habe ich das Abendbrot wieder nicht bei mir behalten können und ich nahm mir vor am Abend zu schallen (haben ein Gerät für zu Hause) aber da meine Männer schon geschlafen haben, wollte ich sie nicht wecken – also dann Samstag Morgen kurz vorm Arzttermin – einfach für mich zur Beruhigung.

20.12.2014

In der Nacht träumte ich, dass wenn ich einen Jungen erwarte, dieser nicht bei mir bleiben würde. Ich bin von diesem schrecklichen Traum wach geworden und habe nur gedacht, ich möchte schallen und hören das es meinem baby gut geht. Es war aber mitten in der Nacht und so musste ich warten. Ich bin in der Nacht noch dreimal wach geworden und habe gedacht, ich möchte schallen. Nachdem wir dann alle wach waren, habe ich sofort nach dem Gerät gegriffen und nach dem Baby gesucht. Es war erstaunlich ruhig im Bauch und im Bett liegend konnte ich keinen Herzschlag finden. Ich suchte bestimmt 30 Minuten und dann sind wir nach unten uns anziehen, weil wir ja einen Arzttermin hatten. Unten habe ich erneut 30 Minuten gesucht und wieder nix gefunden. Wir haben uns beruhigt und sind zum Frauenarzt gefahren. Im Auto habe ich noch gedacht das es eigentlich nicht sein kann, denn wir waren an dem Tag bei 15+1 SSW und da ist es kein Problem gewesen den Herzschlag zu finden. Wir mussten über 2 Stunden im Wartezimmer warten, dann die normale Vorsorge mit der Hebamme – wiegen, Blutdruck usw.. dann zum Ultraschall.
Ich habe das Bild gesehen, das baby ist gewachsen – aber ich konnte keine Bewegung und keinen Herzschlag mehr erkennen und wusste sofort, dass es tatsächlich gestorben ist. Der Arzt meinte: „Das sieht nicht gut aus“ und bat mich auf die Liege. Dort versuchte er Herztöne zu finden – und es war nur noch eine Linie zu sehen. Unser baby war gestorben. Wir und auch der Arzt hatte Tränen in den Augen. Das baby war vor ca. 1 -2 Tagen gestorben.

Die Geschichte im Krankenhaus möchte ich Euch hier jetzt ersparen. Ab der 12. SSW muss ein baby geboren werden und das wird durch eine künstliche Geburtseinleitung ausgelöst. Ich habe mich bei der anschließenden Curetage/ Ausschabung für eine Spinalanästhesie entschieden, da ich keine Vollnarkose wollte. Diesbezüglich kann ich Jedem die Angst nehmen, es ist nicht schmerzhaft, ich hatte das Gefühl die Kontrolle zu haben was passiert und für mich war es genau die richtige Entscheidung.

Die Zeit danach…

Im Krankenhaus habe ich nur reagiert und konnte noch nicht realisieren was eigentlich passiert ist. Am 22.12.2014 sind wir wieder nach Hause gekommen und haben dann Familie und Freunde informiert. Wir haben von vornherein die Einstellung gehabt, wir teilen die frohe Botschaft und sollte widererwartend etwas schief gehen, dann werden wir das auch offen mitteilen – es ist Natur. Natürlich haben wir nie damit gerechnet das es soweit kommen würde.

Wir haben für unseren Sohn Weihnachten gefeiert aber in den folgenden Tagen hatte ich auch Zeit über das Geschehene nachzudenken. Ich habe die Situation im Krankenhaus immer wieder erlebt, habe mir die Schuld gegeben, habe mir die Fragen gestellt warum es passiert ist, ob mein Körper versagt hat, warum ist es uns passiert – bei so einer niedrigen Wahrscheinlichkeit in der 16 SSW, habe ich irgendetwas falsch gemacht, wird es wieder passieren usw.??

Ich habe viel geweint und mit meinem Mann, Familie und Freunden geredet. Das hat mir sehr geholfen. Auch habe ich für mich die ganze Geschichte inkl. aller Details aufgeschrieben und dann habe ich symbolisch Abschied von meinem baby genommen.
In den Tagen danach habe ich mein baby im Bauch sehr vermisst und viel nachgedacht wie es weiter geht, ob ich eine erneute Schwangerschaft durchstehen kann, welche Alternativen es gibt usw.. Verdrängen wollte und konnte ich nicht, denn bei jedem Gang auf die Toilette wurde ich an das Erlebte erinnert.

Körperlich ist es so verlaufen, wie es mein Frauenarzt vorhergesagt hat. Die erste Woche hatte ich ein leichtes Unterleibziehen (ich spüre meinen Bauch durch den Kaiserschnitt noch nicht richtig, ich würde also sagen es war regelartig) und leichte Blutungen wie zum Ende der Periode. Auf die Blutung folgte ein leichter bräunlicher Ausfluss, der nach weiteren zwei Tagen ebenfalls verschwunden war.  Jetzt 2,5 Wochen nach der OP, produzieren meine Brüste noch leicht Vormilch und spannen. Außerdem schwitze ich seit dem Eingriff jede Nacht sehr stark. Das kenne ich noch von der Geburt meines Sohnes – der Körper stellt sich hormonell einfach wieder um. Die Hormone spielen sowieso noch verrückt, mal fange ich an zu weinen, dann werde ich sauer oder bekomme Angst um meinen Sohn oder Mann. Auch das kenne ich bereits und zeigt mir das mein Körper auf Hochtouren arbeitet. Vor zwei Tagen hatte ich dann stechen und ziehen im Unterleib – wahrscheinlich hat bereits ein neuer Eisprung statt gefunden. Daran kann man eigentlich nur sehen – wir sind Teil der Natur und der Körper kennt keine Trauer – er stellt sich einfach wieder auf Normalbetrieb um.

Auch wenn im Netz oft von 3 Monaten Wartezeit zu lesen ist, mein Frauenarzt hat mir schwimmen, baden und auch herzeln direkt wieder erlaubt, als die Blutung aufgehört hat. Auch auf Verhütung können wir verzichten. Der Körper regelt das alleine und wenn er bereit für eine neue Schwangerschaft ist, dann wird es passieren und wenn nicht, dann eben nicht. Bei uns ja sowieso eher unwahrscheinlich.

Morgen ist der nächste Frauenarzttermin. Eigentlich war es eine Vorsorgeuntersuchung, jetzt ist es die Nachkontrolle. Ehrlich gesagt fällt mir der Besuch sehr schwer. Bei den letzten Untersuchungen konnte ich unser baby sehen – heute weiß ich das es nix mehr zu sehen geben wird. Auf der anderen Seite ist es aber auch ein Abschluss – dass bei mir alles gut ist und wir fortan nach vorne schauen können. Vielleicht gibt es ja auch einen Befund woran es gelegen hat – auch wenn ich damit nicht

 rechne.

Psychisch geht es mir heute auch gut. Natürlich habe ich Angst das es noch mal passieren könnte. Besonders beschäftigt mich der Gedanke – die Angst das es in einem noch späteren Schwangerschaftsverlauf passieren könnte. ABER… die Natur hat sozusagen die „Notbremse“ gezogen. Das ist gut und ich selbst konnte es nicht verhindern, mein Körper hat funktioniert wie er sollte und ich habe es auch nicht durch irgendein Fehlverhalten ausgelöst. Ich habe mich auf mein baby gefreut aber es sollte nicht sein. Ich hoffe natürlich das es nicht an irgendwelchen Werten bei mir lag, die jetzt nicht kontrolliert werden wie bspw. Blutgerinnung oder Hormonen oder so. Ich vertraue nach wie vor auf meinen Körper und das es beim nächsten Mal klappen wird. Wir werden nicht aufgeben, denn ich möchte ein (oder zwei) Geschwisterchen für unseren junior und egal wie schwer der Weg auch werden wird, wir werden ihn gehen und am Ende auch schaffen. Ich habe schon eine komplikationslose Schwangerschaft geschafft und weiß das es mein Körper kann. Ich habe bereits zwei Kinder, auch wenn eins davon mein Sternchen ist.