Kinderwunschtagebuch – 9. Monat und Geburt der Zwillinge

Der letzte Eintrag endete im achten Monat. Die Zwillinge sind geplant bei 37+4 SSW auf die Welt gekommen. 

In den Wochen von der 32 – 37 SSW war mit den babies in der Vorsorge immer Alles ok. Einmal hat mein Eisenwert nicht gestimmt und war zu niedrig und einmal war der Urin nicht Inordnung. Ansonsten hatte ich weder mit Blutdruck, noch mit übermäßiger Zunahme zu kämpfen – allerdings mit jeder Menge körperlichen Wehwechen

  • die Symphyse: Ich konnte mein rechtes Bein nicht mehr alleine in das Auto heben oder länger stehen.
  • der Rücken: Ich wusste nicht mehr wie ich schlafen sollte. Auf dem Rücken ging gar nicht, auf der Seite nur schlecht und umdrehen – nun ja, habe mich gefühlt wie ein Wal und mir immer ein Griff über dem Bett, wie im KH, gewünscht.
  • Sodbrennen: puh also ich habe Milch, Senf und sämtliche Naturmittel probiert und selbst die aus der Apotheke haben nicht mehr geholfen
  • Lage vom Kleinen: Mein junior lag in Beckenendlage, also mit den Füßen nach unten. Er hat mir immer schön auf den Muttermund getreten und das tat schon immer ganz schön weh
  • Essen und trinen: Mir war zwar nicht schlecht aber dadurch das der Magen so sehr nach oben gerutscht war, war Essen nicht wirklich ein Spaß
  • der Bauch: Eine Woche vor Entbindung hatte ich einen Bauchumfang von sage und schreibe 1,35 m. Ich bin 1,63 m groß. Der Bauch war immer im Weg, ich bin überall angestoßen und war mega schwer. Lange laufen war nicht mehr möglich. Kurzatmig war ixh natürlich auch. 

Mein Ziel war es immer bis 37+0 SSW zu kommen, weil ich keine Frühchen haben wollte. 

Zu Letzt war ich wöchentlich bei der Vorsorge. Der Arzt hat immer auch vaginal geschallt und den Gebärmutterhals vermessen. Auch Dieser lag kurz vor Entbindung bei knappen 3 mm. Ich habe noch den letzten Nachsorge Termin wahrgenommen aber dann wollte ich so schnell keinen Frauenarzt mehr sehen.

Die letzten drei Wochen hat der doc meine Kleene immer mit 2.300 Gramm vermessen. Er hat sich keine Sorgen gemacht aber ich schon. Als das Krankenhaus nach der Anmeldeuntersuchung dann 37+4 SSW für den Kaiserschnitt vorgeschlagen hat, habe ich zugestimmt.

Die Kinder wären bestimmt noch länger im Bauch geblieben aber meine Intuition sagte mir, es ist an der Zeit. Eine sectio war geplant, weil der junior in Beckenendlage lag und ich bereits einen Kaiserschnitt hatte.

Die Geburt

Ich war sehr nervös.Ich hatte Angst die Kinder nicht mit auf das Zimmer zu bekommen und war gespannt, ob die Kleene auch wirklich ein Mädchen ist. Sie hatte sich nur einmal gezeigt. Außerdem waren wir angespannt, ob sie auch wirklich gesund ist.

Nach dem CTG ging es dann also in den Kreißsaal. Dort kam die Narkoseärztin, um mir die Spinale zu setzen. Aufgrund meines Übergewichtes und des riesen Bauches, war es aber scheinbar nicht einfach. Nach 6 Versuchen holte sie eine andere Ärztin. Diese stocherte ebenfalls im Rücken rum und bei Versuch Nr 6 saß sie dann endlich. Ich habe die ganze Zeit gehofft, bitte keine Vollnarkose.

Dann kam mein Mann dazu und es ging los. Prompt wurde mir schlecht, was ich auch direkt sagte. Das wurde dann besser und dann war er da, der erste Schrei von meinem Sohn. Dieser wurde mir kurz gezeigt und dann kam meine Tochter. Auch sie hat geschrien. Mein Mann wurde zur Erstversorgung mitgenommen.

Junior kam mit 48 cm und 3140 Gramm auf die Welt. Mausi hatte 47 cm und zarte 2240 Gramm. Beide kerngesund.

Leider wurden zunächst Beide auf Intensiv verlegt, unser Sohn kam dann aber nach vielem hin und her zu und auf das Zimmer. Die Maus haben sie bis Sonntag in der Klinik behalten, da sie 1 kg leichter war (heute ist sie größer und wiegt 1 kg mehr).

Nach heutigen Kenntnisstand hätte ich das nicht mehr zugelassen und darauf bestanden, die Kleene zu uns zu holen. Das aber ein anderes Thema. Den Kinder ging es also gut – im Gegensatz zu mir.

Am Abend habe ich mir bereits den Blasenkatheter ziehen lassen und bin bis zum Klo selbst gelaufen. Wirklich jeder Schritt hat dermaßen weh geran, dass ich gedacht habe, es zerreißt mich. Aber ich wusste aus Erfahrung, je mehr Bewegung, desto schneller wird es besser.

Die Nacht konnte ich nicht schlafen, meine Kleene auf Intensiv und ich konnte mich aufgrund der Wundschmerzen nicht umdrehen. In der Nacht bin ich dann mit rasenden Kopfschmerzen wach geworden. Ich habe die Schwester gerufen, weil ich dachte, dass vielleicht der Blutdruck nicht ok ist. War er aber. 

Die Kopfschmerzen hielten an und kamen von der Spinalen. Es ist Hirnwasser im Rückenmark versickert und das hat den Ärzten Sorge gemacht. Der Trop konnte auch nicht durchlaufen, weil meine Hand aufgequollen war.

Nach drei Tagen haben sie mich widerwillig entlassen. Ich bin sofort zu unserem Hausarzt und er hat alle Blockaden sofort lösen können. 

Nun waren wir also dreifache Eltern und die Zwillinge auf der Welt

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s